Ruben en la República Dominicana

Weihnachten am Strand, wo auch sonst?

Am Wochenende vor Weihnachten habe ich mal wieder die arme Seite dieses Landes gesehen, die den meisten Touristen  in ihren Resorts verborgen bleibt.
Im Süden in der Nähe von Neyba haben wir bei einer Aktion von „Un Techo para mi País“ teilgenommen, bei der 32 Häuser für Familien gebaut wurden, damit diese Weihnachten in den eigenen vier Wänden verbringen können. Bislang haben diese Familien in wirklich ärmsten Hütten gelebt.
„Un Techo para mi Pas“ ist eine in Mittel- und Südamerika agierende Organisation, die vor allem aus Studenten besteht und mit Hilfe von Spenden Häuser und Notunterkünfte baut.
Jeweils 6 bis 7 Freiwillige bauten an diesem Wochenende ein Haus für eine Familie.
Obwohl es Fertighäuser waren, war es doch eine ziemlich mühselige Arbeit.
Nach zwei langen Arbeitstagen und viel zu kurzen Nächten waren die Häuser fertig, wobei wir allein für den Boden anderthalb Tage benötigt haben.

In der Nacht zu Montag kehrten wir dann nach Santo Domingo zurück, blieben dort noch eine Nacht (wenn man schon mal da ist) und fuhren Dienstag zurück, damit wir auch pünktlich zur Weihnachtsfeier unserer Organisation wieder in San José waren. Am 24. fuhren wir dann nach Punta Rucia, ein kleines Fischerdorf an der Nordküste, das touristisch bislang kaum ausgebaut ist (es gibt Bootstouren zu einer Insel). Dort haben wir dann ruhige Weihnachten am Strand verbracht. Neben einer Strandwanderung, entlang an den einsamen wunderschönen Stränden, bis zu einem Mangrovenwald, waren wir auch auf der besagten Insel, um dort an einem Korallenriff zu schnorcheln. Die Fotos sollten für sich sprechen.

An Sylvester werden wir Freiwilligen dann in Cabarete, einer kleinen Stadt an der Nordküste, die vor allem bei Surfern beliebt ist, feiern. Bin sehr gespannt darauf, da wir schon einiges über diese Stadt gehört haben und uns haben sagen lassen, dass Sylvester dort sehr „aggressiv“ wird.


28.12.10 16:23


Viel Sonne, keine Weihnachtsstimmung

Während es in Deutschland schneit und eisig kalt ist, sitz ich hier im Büro und hab einen Sonnenbrand auf der Nase. Auch wenn es hier nachts nun deutlich kühler wird, von Winter noch keine Spur. Tagsüber ist es meist sonnig bei ungefähr 25 Grad. Und zwar hier in den Bergen. In Küstennähe ist es da meist noch den ein oder anderen Grad wärmer.
Den Sonnenbrand hab ich mir in den letzten Tagen geholt, als wir einen Wald vermessen haben.
Dabei ging es darum, zu sehen welche der verschiedenen Pinienarten, die bei einer Wiederaufforstung vor 10 Jahren gepflanzt wurden, sich am besten entwickelt hat. Dazu wurde dann Größe, Durchmesser und so weiter gemessen.

Und dabei hatte ich doch gerade erst den Sonnenbrand vom vorletzten Wochenende hinter mir. Da waren wir nämlich für ein Seminar in der Hauptstadt (am Mittwoch davor waren wir mit unseren Arbeitskollegen Baseball spielen). Am Donnerstag, den Abend vor dem Seminar sind wir gemeinsam auf ein Konzert von Culcha Candela im Hard-Rock-Cafe gegangen. Die Musik an sich fand ich allerdings nicht sonderlich berauschend.

Das Seminar am Freitag fand dann im deutschen Kulturzentrum statt. Zweck war es, endlich mal die gesamte Gruppe kennenzulernen, da es ja zwei verschiedene Ausreisegruppen gab. Wir sprachen so über dieses und jenes und mir wurde wieder mal klar, dass ich es mit meinem Platz ganz gut getroffen habe. Andere Freiwillige hatten da teilweise ziemliche Probleme mit Arbeit und Gastfamilie.

Von Samstag auf Sonntag waren wir dann in Juan Dolio. Eine kleine Küstenstadt ca. 40 Minuten östlich von Santo Domingo, mit einem ziemlich schönen, ruhigen Strand. Der aussah wie aus’m Katalog. 
Gegen Ende des Wochenendes machten wir dann noch die Erfahrung, dass das Krankenhaus in Santiago echt gut ist. Hätte man aber auch drauf verzichten können.

Ansonsten gibt es hier nicht viel Neues. Weihnachtsstimmung kommt immer noch nicht auf, stattdessen planen wir so langsam an welchen Strand wir Weihnachten denn so fahren. Auswahl gibt es jedenfalls genug.


30.11.10 22:02


Zwischen Büroalltag und Palmenstrand

Endlich mal richtiger Strand. Letztes Wochenende sind wir mit Zwischenstopp in San Francisco nach Samana gefahren, um mal etwas von den wunderschönen Stränden zu sehen, für den die DomRep so bekannt ist.
Alles fing gut an, die Fahrt verlief super, doch kurz nachdem wir von der Guagua auf Motoconchos (Motoradtaxis) umgestiegen sind, fing es dann an zu regnen. Damit hatten wir so gar nicht gerechnet und ließen uns von den Fahrern versichern, dass es am Strand nicht regnet. Wär ja auch doof.
In Las Terrenas angekommen regnete es allerdings immer noch. Regen am Traumstrand? Eigentlich unvorstellbar. Wir mieteten uns erst mal ein günstiges Apartment gegenüber vom Strand und trotztem dem Wetter und gingen trotzdem Schwimmen. Am Ende kam sogar noch die Sonne raus.
Am Sonntag mussten wir dann gegen Mittag schon wieder los, damit wir unsere letzte Guagua nach San Jose nicht verpassten. Eine Nacht in Santiago hätten unsere Finanzen nicht mehr hergegeben.
Auf der Arbeit verbringe ich die meiste Zeit im Büro, was so langsam ein wenig langweilig wird. Werde aber in nächster Zeit wohl auch mal die Chance haben aufs Campo zu fahren, um zum Beispiel Gewässerproben zu nehmen.
Ansonsten gibt es hier wenig Neues, abgesehen davon, dass wir inzwischen angefangen haben uns um unserer Haus zu kümmern, welches wir ab nächsten Monat beziehen werden. Das ist allerdings etwas schwieriger als gedacht, da die Vermieterin 90 Jahre alt ist und es nicht so wirklich schafft ihren Sohn, den eigentlichen Besitzer des Hauses, zu kontaktieren, da dieser zur Zeit in New York lebt.
Naja vamo a ver.

5.11.10 00:32


Trip in den Süden

Freitag ging es in aller Früh los Richtung Süden.
Wir nahmen zusammen mit Timo, unserem „Nachbarn“ aus Janico, erst die Guagua (so heißen hier die Kleinbusse) nach Santo Domingo und wollten dann von dort weiterfahren nach San Juan.
Würde es eine direkte Straße zwischen San José de las Matas und San Juan geben (die war auch schon mal geplant), würde die Fahrt in etwa eine Stunde dauern. So dauert sie ungefähr 7 Stunden.
Jedenfalls saßen wir auch schon in der Guagua und warteten Stunde zusammen mit inzwischen über 30 anderen Fahrgästen, als dem Fahrer einfiel, dass heute ein Streik ist und er deshalb nicht fahren wird.
Tja da standen wir dann. Andere öffentliche Verkehrsmittel außer die Guaguas gibt es nämlich nicht. Glücklicherweise bekamen wir dann angeboten auf der Ladefläche eines Pick-Ups mitzufahren. Sechs Mann hinten drauf, dazu jede Menge Gepäck und so drei Stunden durch die Mittagshitze. Glücklicherweise ist es im Süden auch noch um einiges wärmer als bei uns im Norden. Wir waren ziemlich fertig als wir angekommen sind.
San Juan machte aber einen sehr schönen Eindruck. Nach einem ausgiebigem Essen und dem einchecken im Hotel, feierten wir am Abend noch ganz gut.
Am nächsten Tag sind wir weiter nach Vallajuelo gefahren um dort Teutas Geburtstag zu feiern. Dort gibt es, wie bei vielen anderen Freiwilligen im Süden auch, kein fließend Wasser. Ich stelle mir das ziemlich schwierig vor, langfristig so zu leben.
Die Party war ganz gut, auch wenn ich inzwischen mit irgendeiner Infektion zu kämpfen hatte und es mir nicht so toll ging. Der Zustand verschlechterte sich am nächsten Tag noch, als wir, die Gruppe aus dem Norden, uns von den anderen verabschiedeten und weiter zur Küstenstadt Azua fuhren. Dort ging ich recht früh ins Bett, während die anderen abermals feiern waren. Am nächsten Morgen waren wir dann noch am Strand. Kein kitschiger Sandstrand mit Palmen, sondern Felsküste. Dort verbrachten wir einige Stunden, bevor wir dann über Santo Domingo und Santiago wieder zurück ins gute alte San José de las Matas fuhren.
Ich bin am nächsten Tag zum Arzt gegangen, der mich für den Rest der Woche krankgeschrieben hat. Inzwischen überleg ich aber schon ob ich Freitag wieder zur Arbeit gehen soll, weil ich wieder fit bin und es zuhause auf Dauer auch langweilig wird.
14.10.10 23:08


Endlich Arbeit

Mein Tutor ist aus seinem Urlaub zurück und ich hab einigermaßen zu tun. Wir arbeiten zurzeit an den Statistiken zu dem, von Plan Sierra beeinflussten Gebiet. Das ist eingeteilt in drei Cuencas, welche wiederum in 22 Microcuencas eingeteilt sind, von denen 12 priorisiert werden. Und zu diesen Microcuencas gibt es einzelne Karten und Statistiken, wie zum Beispiel Durchschnittstemperatur, Niederschlag und ähnliches, zudem sind Wiederaufforstungen und die Nutzung des Bodens dokumentiert. Und noch einiges mehr. Ziemlich komplex und jede Menge Daten also.
Jetzt sollten aber zweimal je zwei Microcuencas zusammengelegt werden. Da müssen dann in unzähligen Dokumenten und Tabellen die Daten auf neusten Stand gebracht werden. Ein paar Fehler müssen auch noch ausgebügelt werden. Und damit bin ich jetzt erst mal beschäftigt.

Ansonsten haben wir gestern den ersten längeren Stromausfall miterlebt, da ist wohl irgendwo ein Blitz eingeschlagen oder so. Stromausfälle sind an sich nichts Seltenes hier, dauern aber normalerweise nicht viel mehr 30 Minuten. Bei Plan Sierra gibt es einen Generator, der dann nach einigen Sekunden anspringt. Gestern war der Strom dann weg als wir gerade zum Fitnessstudio gehen wollten. Dort gibt es offensichtlich einen Generator, daher fiel das nicht besonders auf. Als wir zurückgekommen sind, war der Strom immer noch weg. Das Wasser war auch weg. Nichtmals kalt im dunklen Duschen ging. Ziemlich unpraktisch sowas. Das Licht kam ging dann glücklicherweise während des Candlelightdinners wieder an. Wasser war dann auch schnell wieder da.

Im Anhang sind noch einige Fotos von der Wiederaufforstung vorletzten Samstag. Das Ganze war eine echt große Aktion auf einem riesigen Areal. Gesponsert wurde es von einer Bank, die auch ihre Angestellten dorthin geschickt hat. Früh am Morgen sind wir auf der Ladefläche vom Pickup zum Gelände gefahren (das ist hier so üblich, auch wenn es am Anfang ziemlich gewöhnungsbedürftig war) und haben die kleinen Pinien in die fertigen Löcher gelegt. Gegen Mittag kam dann ein Heer an Bankangestellten und hat die Arbeit vervollständigt. Musste ja auch nur noch Erde drauf.



1.10.10 15:21


Es wird immer besser

Das mit dem Einleben hier klappt echt immer besser. Mein Spanisch wird stück für stück besser und auf der Arbeit gibts inzwischen auch was zu tun.
Allerdings haben wir offensichtlich auch noch einiges zu lernen.
So haben wir uns zum Beispiel schon daran gewöhnt, dass es hier eine Seltenheit ist, dass scheinbar herrenlose Hühner, Katzen und Hunde durch die Gegend laufen. Aber als eines Tages nach der Mittagspause ein Esel vor unserem Haus raumstreunerte, waren wir schon ziemlich verblüfft.
Fotos gibts im Anhang

War ein ziemlich anstrengendes Wochenende. Nachdem wir von Freitag auf Samstag in Santiago waren (es war echt legendär), waren wir Sonntag mit unserer Gastfamilie am Fluß. War sehr schön, nur leider hab ich die Sonnencreme vergessen und hatte dem entsprechend nen ziemlichen Sonnenbrand (jaja Mama, ohne dich bin echt aufgeschmissen )

Im Büro war ich diese Woche hauptsächlich in der Administration, wo ich mitgeholfen habe die Wiederaufforstungsaktion am Samstag, also morgen zu planen. Da mussten jede Menge Listen abgetippt werden, Akten rausgesucht werden und am Donnerstag hab ich jeden freien Moment damit verbracht, in Erfahrung zu bringen wie der BVB grad spielt.

Heute vormittag war ich dann an einer Schule unten am Fluss. Nachdem Antonio zusammen mit dem Lehrer der Klasse etwas über Umweltschutz erzählt hat ging es in kleineren Gruppen los.
Und so bin ich mit 5 Mädels durch die Landschaft gezogen und hab Müll gesammelt. Wieder an der Schule angekommen haben wir dann vergeblich auf unseren Fahrer gewartet, der uns zurückfahren sollte. Nach knapp einer Stunde haben wir uns dann zu Fuß auf den Weg gemacht und wuurden dann auch recht bald von irgendwelchen Leuten mitgenommen die zufällig in die Richtung unterwegs waren.

Heute Nachmittag hab ich dann mal wieder recht wenig zu tun, daher auch die Zeit für den neuen Blogeintrag.

 


17.9.10 22:14


Was mach ich hier eigentlich?

Gute Frage. Im Moment gibt es für uns voluntarios hier bei Plan Sierra leider noch nich viel zu tun. Außerdem hat mein Tutor noch drei Wochen Urlaub. In der Zeit durchlauf ich dann einfach einmal alle Stationen hier, wobei ich diese Woche noch mit Frederiko und seinem Tutor verbracht habe.
Die Arbeitstage sind bislang wirklich noch sehr entspannt, etwas zu entspannt vieleicht.
Gestern waren wir vormittags auf einer Sitzung im Seminarzentrum. Leider haben wir nicht allzu viel verstanden. Braucht einfach noch ein bisschen Zeit bis wir die Sprache richtig beherschen, und wenn dann auch noch Fachterminologie dazu kommt wirds ganz schwer.

Heute vormittag waren wir in einer kleinen Schule etwas außerhalb von San José und haben dort zusammen mit den Kinder ein paar Pflanzen gepflanzt. Das war mal eine nette Abwechslung und eine gute Erfahrung.
Für heute Nachmittag gibt es dann allerdings wieder nichts zu tun. Das heißt dann im Internet surfen, spanisch lernen und die Zeit totschlagen bis zum Feierabend um 5 Uhr.

Als Ausgleich zum rumsitzen im Büro machen wir nachmittags einiges an Sport.
In der Stadt leben nach dem Erdbeben einige Haitianer, die sich öfters zum Fußball spielen treffen. In der DomRep wird sonst sehr wenig Fußball gespielt, der Nationalsport ist hier Baseball. Allerdings haben auch zwei Dominikaner mitgespielt, dazu noch ein amerikanischer Freiwilliger. Ein ziemlich internationales Spiel also ^^

Zum Anderen haben wir uns gestern für umgerechnet 4 Euro eine Monatskarte fürs Fitnessstudio gekauft, für die Tage an denen kein Fußball gespielt wird.

Die Abende unter der Woche sind ziemlich entspannt. Nach dem Essen und Gesprächen mit der Familie widme ich mich dann meinem Buch (in dem ich glücklicherweise noch einiges zu lesen habe) oder einem Film, bevor es dann irgendwann ins Bett geht

An dieser Stelle noch einen herzlichen Dank an die Hähne in der Umgebung, für das eindrucksvolle Entertainment schon weit vor Sonnenaufgang.

Hier noch einige Fotos von unserem Appartment:


9.9.10 21:53


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